Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke

Die Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ lädt ein zur Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke

Wo? Buschkrugallee 179, 12359 Berlin (direkt an der Bushaltestelle Onkel-Herse-Str., Linie 171)

Wann? Donnerstag, 9. November 2017, 17 Uhr

In der Nacht zum 10. November 1938 zerschlugen Neuköllner Nationalsozialisten die Einrichtung und die Schaufensterscheiben der Albrecht-Dürer-Apotheke des jüdischen Apothekers Adolf Mockrauer.

Titelseite des Stürmers vom Dezember 1938 mit der Schlagzeile: Ist die Judenfrage gelöst Nachdem ihm Anfang 1939 die Kassenzulassung entzogen und wenig später die pharmazeutische Beschäftigung in der Apotheke verboten worden war, gelang Adolf Mockrauer die Flucht ins Ausland, nach Chile. Fern von allen sozialen Kontakten verzweifelte er in der Fremde und nahm sich im September 1940 das Leben.

Adolf Mockrauer war nur einer der jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner in der Großsiedlung Britz, deren Lebensgrundlage von den Nationalsozialisten zerstört und die aus der Siedlung vertrieben wurden.

Heute erheben Geschichtsrevisionisten wieder ihr Haupt, wollen völkisches Gedankengut wieder hoffähig machen. Allein in diesem Jahr fanden 4 Anschläge aus der rechten Szene auf Bewohner*innen und Einrichtungen der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung statt.

Der 9. November 1938 zeigt, wohin derartige Entwicklungen führen.
Daran wollen wir gemeinsam erinnern.

Protest gegen Neonazi-Kundgebung vor dem Neuköllner Krankenhaus

Wo? Rudower Str./Möwenweg (gegenüber dem Krankenhaus Neukölln)

Wann? Sonntag, den 29. Oktober 2017, 10:00 Uhr

Vor 8 Jahren verstarb der bundesweit bekannte Neonazi Jürgen Rieger an einem Schlaganfall im Krankenhaus Neukölln. Dieses nimmt die NPD zum Anlass, zu einem öffentlichen Gedenken aufzurufen.

 

Zeigen wir den Neonazis, dass sie in Neukölln keinen Raum für ihre rassistische Hetze haben!

Weitere Informationen und Hintergründe zu Jürgen Rieger gibt es auf der Website der Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ und auf Wikipedia sowie bei „Berlin gegen Nazis“.

Treffpunkt Demo gegen Hass und Rassismus im Bundestag am 22.10.

Um zwei Tage vor dem Einzug der AfD in den Bundestag ein unverkennbares Zeichen gegen Hass und Rassismus zu setzten, findet eine Demonstration am kommenden Sonntag, den 22.10 von 12-15 Uhr statt (Link).

Als Anti-AfD AG des Bündnisses Neukölln wollen wir diese Demo unterstützen. Wir treffen uns um 11:30 Uhr am Hermannplatz (unter der Statue „das tanzende Paar“) und fahren dann gemeinsam zum Bundestag. Kommt zahlreich!
Petition: Solidarität statt Hetze – keine Zusammenarbeit mit der AfD im Bundestag
Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und die Verherrlichung von NS-Verbrechen dürfen in Deutschland nie wieder einen Platz haben – weder auf der Straße noch im Bundestag.Die AfD ist eine rassistische Partei, mit der Nazis und Antisemiten in die Parlamente einziehen. In der Bundestagsfraktion stellt Höckes Nazi-Flügel die größte organisierte Strömung.

Die AfD ist undemokratisch. Demokratie bedeutet Mitsprache für alle Menschen, unabhängig ihres Aussehens, ihrer Religion, ihrer Kultur, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung. Die AfD will Menschen aufgrund von solchen Kriterien entrechten und abschieben. Sie stachelt Gewalt an gegen Geflüchtete, Muslime, Antifaschist*innen und alle, die nicht in ihr Weltbild passen. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.

Die AfD ist eine Gefahr für unsere Demokratie und die Menschen, die hier leben. Die einzige Möglichkeit diese Gefahr abzuwenden, ist die Verweigerung jeglicher Zusammenarbeit mit der AfD. Sonst werden Hass und Hetze zum Alltag im Bundestag und in der Gesellschaft.

Wir erwarten, dass die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, LINKE, Grünen und FDP sich klar von der AfD abgrenzen und nicht mit der AfD und ihren Abgeordneten zusammenarbeiten. Wir fordern Widerspruch gegen rassistische, gewaltverherrlichende und Hassparolen der AfD, wo auch immer sie auftauchen.

Zusammen können wir ein Zeichen setzen: Für Solidarität statt Hetze. Rassismus ist keine Alternative.

Jetzt unterschreiben: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/petition/

Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts zu OG Rex und EG RESIN

158 Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund verzeichnet die aktuelle Polizeistatistik für den Bezirk Neukölln seit 2016. Nach der Serie von Brandanschlägen im Dezember 2016 und Januar 2017 wurde beim LKA die Ermittlungsgruppe „Rechte Straftaten in Neukölln“ (EG RESIN) mit 6 Stellen und beim Abschnitt 56 die Operative Gruppe Rechtsextremismus (OG Rex) mit 3 Stellen eingerichtet.

Im Gegensatz zu den Antworten auf die schriftlichen Anfragen der Abgeordneten Dr. Susanna Kahlefeld vom 26. Juni 2017 und der Abgeordneten Anne Helm und Niklas Schrader vom 02. August 2017 müssen wir aus unserer Sicht feststellen, dass beide Gruppen ihren gestellten Aufgaben nur unzureichend nachkommen.

Wir wollen diese Einschätzung an folgenden Beispielen illustrieren:

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