Der Neukölln-Komplex: Mehr als 200 Straftaten. Jahrzehntelange Bedrohung. Zwei ungeklärte Morde. Systematisches Versagen der Sicherheitsbehörden.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss geht nach vier Jahren zu Ende. Doch ohne die Aufklärung und Konsequenzen, die Betroffene und die Zivilgesellschaft gefordert haben.

Vom 3. bis 5. Juli 2026 laden wir euch zur Ausstellung „Neukölln-Komplex auflösen! Eine Ausstellung gegen rechte und rassistische Gewalt“ ins ACT_Lab (Sonnenallee 124) ein.

Verschiedene Initiativen öffnen ihre Archive und erzählen von ihrem zum Teil jahrzehntelangen Kampf für Aufklärung. Es geht um das Engagement vor Ort, die Menschen, die sich einsetzen, und die Bündnisse, die sich der rechten Gewalt entgegenstellen.

Am Freitag um 20 Uhr erzählt die Agentur für soziale Perspektiven von ihrem Comic-Projekt zum Neukölln-Komplex. Ihr bekommt Einblicke in den Comic und den Prozess seiner Entstehung.

Während des Öffnungszeiten sind Menschen von verschiedenen Initiativen vor Ort, mit denen ihr ins Gespräch kommen könnt.

📍 ACT_Lab, Sonnenallee 124, 12043 Berlin 🗓 3. bis 5. Juli 2026

⏰ Öffnungszeiten: Freitag: 17–22 Uhr /Samstag: 15–22 Uhr / Sonntag: 13–18 Uhr

Kommt vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Kein Podium für Rechtsextreme!

An alle demokratischen Parteien:

Anlässlich der Wahlen am 20.09.2026 für das Berliner Abgeordnetenhaus und für die Bezirksverordnetenversammlungen, fordern wir alle demokratischen Parteien dringend dazu auf, Rechtsextremen keine Bühne zu bieten – dies gilt insbesondere für Vertreter*innen der AfD bei Veranstaltungen in Schulen.

Die völkischen Inhalte vieler AfD-Äußerungen, das Parteiprogramm selbst, sowie das Auftreten der AfD, zeigen ihre Menschen- und Demokratiefeindlichkeit. In ihren Standpunkten und ihrer politischen Praxis besteht eine Gefahr für unsere demokratische Gesellschaft sowie für ein gleichberechtigtes, gerechtes und diskriminierungsfreies Zusammenleben.

Schulen sind gemäß § 1 Berliner Schulgesetz verpflichtet, die Schüler*innen zu befähigen, „der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegentreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten“. Darüber hinaus ist die politische Bildung dem Beutelsbacher Konsens verpflichtet. 

Rechtsanwalt Dr. Lukas Theune ordnet in der taz eindeutig ein, dass der Beutelsbacher Konsens die Schulen nicht dazu verpflichte, Faschist*innen eine Bühne zu bieten. Da zu befürchten sei, dass der staatliche Schutzauftrag bei einem Auftritt von Mitgliedern einer Partei mit gesichert rechtsextremen Positionen nicht erfüllt werden könne.[1]

Dieser Schutzauftrag ist aus unserer Sicht ein integraler Teil der Pflicht der Schule, Schüler*innen in ihrer demokratischen Teilhabe zu stärken und zu unterstützen. Dazu gehört für uns auch: Diskriminierung, demokratiefeindliche Positionen und Falschbehauptungen nicht als diskutierbare und gleichberechtigte Positionen in der demokratischen Auseinandersetzung zu legitimieren.

Da sich die Vertreter*innen der AfD unserer Auffassung nach weder an Wahrheit noch an Recht gebunden fühlen, ist keine Auseinandersetzung mit und Einordnung von ihren Inhalten im Rahmen von Podiumsdiskussionen an Schulen möglich.

Unter Berücksichtigung all dieser Punkte, ist die Gefahr, dass solche Veranstaltungen mit Vertreter*innen der AfD auf der Bühne zu reinen Propagandaveranstaltungen verkommen viel größer, als die mögliche Chance eines demokratischen Austauschs über verschiedene Positionen des politischen Spektrums.

Keine Bühne der AfD – Kein Platz den Feinden der Demokratie! 

[1] Schröder, L. (2026, 18. Februar). AfD an Berliner Schulen: Kein Podium den Faschisten. taz.dehttps://taz.de/AfD-an-Berliner-Schulen/!6155694/

Handeln statt Reinwaschen! – Broschüre zum »Neukölln-Komplex« erscheint

Handeln statt Reinwaschen! – Broschüre zum »Neukölln-Komplex« erscheint

Einladung zur Release-Veranstaltung


Mehr als 200 Straftaten. Jahrzehntelange Bedrohung. Zwei ungeklärte Morde. Systematisches Versagen der Sicherheitsbehörden. Und ein parlamentarischer #Untersuchungsausschuss, der nach vier Jahren zu Ende geht, ohne die Aufklärung und Konsequenzen, die Betroffene und Zivilgesellschaft gefordert haben.

Die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«“ verschafft den Stimmen derjenigen Gehör, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und dem Versagen der Behörden betroffen waren und sind. Sie fasst Beobachtungen, Kritik und Forderungen zusammen.

📍Am 27. Mai um 18 Uhr stellen wir die Broschüre vor in der Galerie Olga Benario, Richardstraße 104, Berlin-Neukölln.

Pressevertreter*innen können sich gerne vorher melden, damit wir besser Absprachen treffen können.

Die Aufklärung des Neukölln-Komplexes ist noch nicht zu Ende! Gemeinsam gegen rechten Terror und Demokratiegefährdung!

Vernetzung von Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses

Ausschlussklausel
Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch
rassistische, nationalistische, antisemitische oder menschenverachtende Äußerungen
in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von
dieser auszuschließen.

Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung feiern den Tag der Befreiung vom Faschismus!


Samstag, 9. Mai 2026, 16 Uhr,
am Standort des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers
Onkel-Bräsig-Str. 2, 12359 Berlin

Mit unseren Gästen vom „REFUGIO-CHOR“ erinnern wir daran, dass dieser Tag keine Niederlage Deutschlands war, wie immer noch oft behauptet.
Er war der Ausgangspunkt und Schlüssel für unser heutiges Leben in Frieden, Freiheit und Vielfalt.

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

war und bleibt die politische Lehre dieses Tages.

Im Sinne dieser Mahnung und Aufforderung präsentieren unsere Gäste vom „REFUGIO-CHOR“ die
„MAUTHAUSEN-KANTATE“ der griechischen Antifaschisten MikisTheodorakis (Musik) und Iakovos Kambanellis (Text).
Lasst uns gemeinsam nicht nur des Nazi-Terrors erinnern, sondern auch die erstrittene Freiheit und Demokratie feiern.
www.hufeiserngegenrechts.de

Kriegstüchtig

Eine Ausstellung von Günther WANGERIN
und Walther KUHN

Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin-Neukölln

Mai bis Juli 2026

Kriegstüchtig ist eine Ausstellung zur aktuellen Debatte
um „Kriegstüchtigkeit“, Aufrüstung und die strategische
Neuausrichtung deutscher Sicherheitspolitik. Die
Ausstellung untersucht die historischen, finanziellen und
geopolitischen Dimensionen der militärischen Aufrüstung – von den Weltkriegen des 20.
Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Ausstellungseröffnung
mit Günther Wangerin
Do, 7.5.2026 um 19.30 Uhr
Achtung: Im Anschluß werden die Plakate unserer letzten Ausstellung verkauft. Der
Erlös geht an das Bündnis „Plakate gegen rechts“.
Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin-Neukölln


U7 Karl-Marx-Straße (Ausgang ›Kienitzer Str.‹ und durch die Passage)
Telefon: 680 59 387 E-Mail: forum@galerieolgabenario.de
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15:00 bis 19.00 Uhr
und auf Anfrage

hier ist der Flyer : Link